Großaufnahme eines selbstgestrickten, zweifarbigen Stirnbands in Schwarz und Hellblau im Fair-Isle-Strickmuster. Das doppellagige Norweger-Stirnband aus warmer Mohairwolle veranschaulicht das fertige Strickprojekt der kostenlosen Strickanleitung für ein Stirnband mit Zählschrift.

Fair-Isle-Stirnband

* Beitrag enthält mit Sternchen gekennzeichnete Werbelinks zu Lieblingsgarn.de/Amazon.deIn Herbst und Winter braucht es etwas Warmes auf die Ohren – dieses Stirnband aus soften Garnen wie Merino, Mohair und Alpaka wird im Fair-Isle-Muster gestrickt. Es ist doppellagig gearbeitet und schützt somit verlässlich vor Kälte und Wind.



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Diese kostenlose Strickanleitung hat zwei Teile: Handstricken und Maschinenstricken. Auf einen allgemeinen Einführungsteil zu den Maßen des Stirnbands und dem verwendeten Garn folgt als Erstes die Anleitung für die Handstrick-Variante des soften Ohrenwärmers. Für die Maschinenstricker wird es dann weiter unten im Text interessant. Die Anleitung fürs Stricken am Einbett-Mittelstricker schließt sich direkt an.

Wichtig zu wissen: Die beiden Symbole und sind mehr als nur eine Zierde im Text. Diese Icons zeigen an welches Kapitel relevant ist fürs Handstricken und welches Kapitel fürs Maschinenstricken. Ist einer Überschrift keines der beiden Symbole vorangestellt, gelten die jeweiligen Angaben für beide Strickvarianten.

 

Die Maße des fertigen Stirnbands

Gemessen im ungedehnten Zustand beträgt der äußere Umfang des fertigen Stirnbands etwa 54,3 Zentimeter und die Breite circa 8,3 Zentimeter. Es passt perfekt für einen Kopfumfang von 56 bis 58 Zentimetern. Das Material macht das Stirnband gut dehnbar und sehr anschmiegsam. Der flauschige Ohrenwärmer ist etwa 0,9 Zentimeter dick

 

Näheres zum verwendeten Garn

Für das Fair-Isle-Muster werden zwei Farben benötigt – eine Hauptfarbe und eine Musterfarbe. Beim abgebildeten Modell sind das Schwarz und Hellblau. Für jede der beiden Farben werden zwei gleichfarbige Fäden mit unterschiedlicher Zusammensetzung miteinander kombiniert. Grundsätzlich gut geeignet dafür ist ein klassisches vierfädiges Sockengarn ergänzt mit einem Mohairfaden. In diesem Fall wurden einfach die Garne ausgewählt, die der Wollvorrat hergab.

Für die Hauptfarbe Schwarz wurde ein Merinogarn (Lauflänge: 200 Meter/50 Gramm) mit einem Faden eines Mohair-Nylongemischs (Anteil jeweils 50 Prozent) mit einer Lauflänge von 215 Metern auf 25 Gramm verwendet.

Die Musterfarbe Hellblau besteht aus einem Faden eines vierfädigen Sockengarns (Lauflänge: 420 Meter/100 Gramm, hier verwendet: *MEILENWEIT 100, Lana Grossa) und einem Faden eines Alpaka-Seidengemischs (Anteil 69 Prozent zu 31 Prozent) mit einer Lauflänge von 212 Metern auf 25 Gramm (hier verwendet: *SETASURI, Lana Grossa).

 

Das Fair-Isle-Zählmuster

Ein Rapport des Fair-Isle-Musters besteht in der Breite aus zwölf Maschen und in der Höhe 19 Reihen. Für das Stirnband in der oben angegebenen Größe wird der abgebildete Mustersatz sowohl beim Handstricken in jeder Strickrunde als auch beim Maschinenstricken in jeder Strickreihe neunmal wiederholt. Es werden also 108 Maschen benötigt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bei einer Zählschrift versieht man sich schnell mal in der Reihe. Ist die Anleitung auf Papier, hilft ein kleiner Klebezettel dabei, die aktuell wichtige Zeile zu markieren. Für einen Touchscreen eignet diese Methode nicht so gut. Daher funktioniert diese Zählschrift-Grafik wie eine Slideshow. Mit einem Klick auf den Pfeil nach rechts beginnt das Zählmuster in der ersten Reihe. Mit jedem erneuten Klick baut es sich Reihe für Reihe weiter auf.

 

Das Handstrick-Projekt im Kurzüberblick

Das Stirnband wird in Runden gestrickt. Und zwar doppelt so hoch wie das abgebildete Modell breit ist. Der überschüssige Teil des Strickstücks, der unter und über dem Fair-Isle-Muster liegt, wird im Zuge der Fertigstellung einfach nach innen eingeklappt; so bekommt das Stirnband die besonders wärmende zweite Lage.

Die Strickarbeit beginnt also mit einem glatt rechts gestrickten Teil in Schwarz (für das Inlay). Dann folgt das zweifarbige Fair-Isle-Muster (Außenseite) und schließlich noch mal ein glatt rechts gestrickter Teil in Schwarz (für das Inlay).

Ist das Stirnband fertig gestrickt, werden der Anschlagrand und der Abkettrand einfach mit der *Wollnadel und dem Arbeitsfaden zusammengenäht. Diese Naht liegt dann auf der Innenseite – und zwar mittig. Sie ist von außen nicht sichtbar. Wer über fortgeschrittene Kenntnisse im Stricken verfügt, kann auch zu Beginn der Strickarbeit einen offenen Maschenanschlag machen. Diese Maschen können dann mit den Maschen der letzten Runde verbunden werden.

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In diesem Fall ist die Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung die Methode der Wahl. Sie ist unten im Text zunächst fürs Maschinenstricken beschrieben und dann noch mal separat fürs Handstricken. Wer diese Arbeitsweise vorzieht, benötigt eine weitere *40-Zentimeter-Rundstricknadel. Deren Stärke sollte nicht größer ausfallen, als die der zum Stricken benutzte Arbeitsnadel.

Noch ein Tipp: Wenn du gerade erst mit dem Stricken anfangen möchtest, kann sich *dieses Buch auszahlen. Es erklärt die Grundlagen des Strickens und wird dir in den nächsten Jahren als kostbares Nachschlagewerk dienen.

 

Benötigte Materialien

Eine *40-Zentimeter-Rundstricknadel der Stärke 3,5
Etwa 35 Gramm Wolle in Schwarz und 15 Gramm in Hellblau (näheres zum verwendeten Garn siehe oben)
Eine *Wollnadel zum Vernähen der Fäden
Ein *Strickfingerhut fürs mehrfarbige Stricken
Ein *Reihenzähler oder Zettel und Stift




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Die Maschenprobe

Für die Maschenprobe dieser flauschigen Handstrickarbeit wurde glatt rechts in Reihen gestrickt. Benutzt wurde dafür eine *40 cm-Rundstricknadel der Stärke 3,5. Gemessen im ungedehnten Zustand ergeben 20 Maschen mal 33 Reihen ein Probestück der Größe zehn mal zehn Zentimeter. Die Maschenprobe wurde vor dem Messen nicht gewaschen.

 

Die Strickanleitung

Für die Handstrick-Variante des Stirnbands mit der *3,5er-Rundstricknadel 108 Maschen aufnehmen und die Arbeit zur Runde schließen. Mit den beiden schwarzen Fäden über alle Maschen hinweg glatt rechts stricken. Sind 20 Runden in Schwarz gestrickt, kommt mit Hellblau die zweite Farbe ins Spiel: Es folgt der Fair-Isle-Teil wie im Zählmuster abgebildet. Anschließend den doppelten hellblauen Faden nach etwa 30 Zentimetern abschneiden und noch einmal 20 Runden mit dem schwarzen Doppelfaden weiterstricken. Dann den Arbeitsfaden nach circa 150 Zentimetern abschneiden.

 

Die Fertigstellung

Abgesehen von dem großzügig bemessenen Ende des Arbeitsfadens werden nun zunächst sämtliche Fadenenden auf der linken Seite des Strickstücks vernäht. Im Anschluss daran wird das Stirnband eingeklappt und mit der *Wollnadel zugenäht. Dazu die Anschlagkante mit der Abkettkante verbinden. Den Faden beim Nähen nicht zu fest anziehen. Die Naht muss in etwa so dehnbar ausfallen, wie das Stirnband selbst.

Wer zu Beginn der Arbeit einen offenen Maschenanschlag gemacht hat, kann jetzt nach unten scrollen. Ganz am Ende wird die Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung fürs Handstricken beschrieben.

 

Das Maschinenstrick-Projekt im Kurzüberblick

Das abgebildete Stirnband wurde auf dem Mittelstricker *Silver Reed LK150 gestrickt. Und zwar doppelt so hoch wie das Stirnband breit ist. Der auf dem Bild nicht sichtbare überschüssige Teil wird nach innen umgeklappt, so bekommt das Stirnband die wärmende zweite Lage.

Die Strickarbeit beginnt mit einem glatt rechts gestrickten Teil in Schwarz (Inlay). Dann folgt das zweifarbige Fair-Isle-Muster (Außenseite) und schließlich noch mal ein glatt rechts gestrickter Teil in Schwarz (Inlay).


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Ist der Ohrenwärmer fertig gestrickt, werden die Maschen der ersten und der letzten Reihe zusammen abgenäht. Dies geschieht mit Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung. Der Saum liegt nicht sichtbar auf der Innenseite des Stirnbands – und zwar mittig. Die Naht kann mit der Wollnadel direkt an der Strickmaschine gearbeitet werden. Wem das zu frickelig ist, kann den Saum auch wie beim Handstricken auf zwei *Rundstricknadeln arbeiten. Beide Methoden sind unten auf der Seite getrennt voneinander beschrieben.

 

Benötigte Materialien

Eine Flachbett-Strickmaschine (hier: *Silver Reed LK150 Mittelstricker mit 6,5-Millimeter-Nadelabstand)
Etwa 35 Gramm Wolle in Schwarz und 15 Gramm in Hellblau (näheres zum verwendeten Garn siehe oben)
Etwa 15 Gramm Kontrastwolle (zum Beispiel ein sechsfädiges Sockengarn)
Fünf Krallengewichte
Eine *Wollnadel zum Vernähen der Arbeitsfäden
Drei, vier Sicherheitsnadeln

 

Die Maschenprobe

Für die Maschenprobe auf der *Silver Reed LK150-Strickmaschine wurden die beiden schwarzen Fäden mit der Maschenweite-Einstellung 3 verstrickt. (Näheres zur Garnauswahl siehe oben im allgemeinen Anleitungsteil.) Gemessen im ungedehnten Zustand ergeben 20 Maschen mal 33 Reihen ein Probestück der Größe zehn mal zehn Zentimeter. Die Maschenprobe wurde vor dem Messen nicht gewaschen.

 

Die Maschinen-Strickanleitung für das Fair-Isle-Stirnband

Mit dem Kontrastgarn 108 Maschen auf die Nadeln bringen und einige Reihen glatt stricken. Beizeiten ausreichend Krallengewichte in das Gestrick einhängen. Die Arbeit mit dem Kontrastgarn beenden, wenn der Schlitten rechts steht. Den Reihenzähler auf null stellen. Nun vom Kontrastgarn zur Hauptfarbe wechseln. Die beiden schwarzen Fäden werden auf der rechten Seite der Fadenhalterung eingefädelt. 20 Reihen glatt stricken. Anschließend steht der Schlitten wieder rechts.




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Dann kommt mit Hellblau die zweite Farbe ins Spiel. Sie wird auf der linken Seite des Fadenhalters eingefädelt und es folgt der zweifarbige Musterteil wie in der Zählschrift (siehe oben) abgebildet.

Für das Fair-Isle-Muster des Stirnbands wird die sogenannte Studio-Methode angewendet, die im Folgenden kurz erläutert wird.

Die erste Voraussetzung für die Studio-Methode ist die richtige Einstellung am Strickschlitten: Auf der linken Seite des Schlittens steht der Leerlaufhebel auf dem Dreieck-Symbol und der Nadelrückholer auf Position I. Beide Hebel auf der linken Seite sind also nach hinten ausgerichtet. Auf der rechten Seite des Schlittens verhält es sich genau andersherum; die beiden Hebel zeigen nach vorn. Der Leerlaufhebel wird auf das Kreis-Symbol eingestellt und der Nadelrückholer in Position II gedrückt.

Diese Einstellungen am Schlitten führen dazu, dass beim Stricken von rechts nach links nur die Nadeln in Arbeitsstellung (B-Position) gestrickt werden, während die Nadeln in Ruhestellung (D-Position) übergangen werden. Mit diesen passiert gar nichts. Diese Nadeln verharren in D-Stellung und kommen erst zum Zuge, wenn der Schlitten dann von links nach rechts bewegt wird. Dafür bleiben bei dieser zweiten Querung die anderen unangetastet.

Eine Reihe im Zählmuster erfordert also zwei Strickreihen beziehungsweise Schlittenquerungen über das Nadelbett. Bei der ersten Querung (von rechts nach links) werden nur die Nadeln der einen Farbe abgestrickt. Beim zweiten Mal (von links nach rechts) die Nadeln der anderen Farbe.

Für das Stricken des Stirnbands bedeutet das: Vor der ersten Reihe des Fair-Isle-Musters steht der Schlitten rechts und im Fadennüsschen des Schlittens befindet sich die Hauptfarbe Schwarz. Gemäß Zählmuster dürfen damit alle schwarzen Maschen in Strickstellung (B) bleiben, während die hellblauen nach vorn in Ruhestellung (D) gebracht werden. Die erste Reihe wird gestrickt. Anschließend steht der Schlitten links und die Farbe muss gewechselt werden.

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Schwarz wird aus dem Nüsschen genommen und durch Hellblau ersetzt. Hellblau kommt von links aus der Fadenhalterung und der schwarze Faden wird nach rechts lang gezogen und dort in die Fadenhalterung am Bett gehängt. Dorthin verläuft er unterhalb des Nadelbetts. Dank der Schlitteneinstellungen liegen alle Nadeln in der richtigen Position wie im Zählmuster vorgesehen. Mit Hellblau überstricken. Damit ist die erste Reihe im Zählmuster abgearbeitet und der Reihenzähler an der Strickmaschine zeigt zwei Reihen an.

Der Schlitten steht rechts und die Musterfarbe Hellblau befindet sich m Fadennüsschen. Also werden nun gemäß Zählschrift alle schwarzen Maschen in Ruheposition D geschoben. Gestrickt werden sollen nur die Hellblauen. Mit dem Schlitten von rechts nach links fahren. Anschließend die Farbe wechseln: Hellblau wird auf der linken Seite des Nadelbetts geparkt und Schwarz von rechts geholt und eingefädelt. Mit dem Schlitten von links nach rechts über das Nadelbett fahren. Anschließend ist die zweite Reihe im Zählmuster abgearbeitet und der Reihenzähler an der Strickmaschine zeigt vier Reihen an.



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Nach diesem Schema geht es im Fair-Isle-Muster immer weiter nach oben. Steht der Schlitten rechts, werden die Nadeln in Stellung gebracht wie es das Zählmuster vorsieht. Welche Nadeln dabei in Strickstellung bleiben, und welche in Ruheposition geschoben werden müssen, hängt von der Farbe im Nüsschen ab. Steht der Schlitten links, wird vor dem Stricken die Farbe im Nüsschen gewechselt. Das kurz gefasste Mantra lautet also: Steht der Schlitten rechts, Nadeln einstellen Steht der Schlitten links, Farbe wechseln.

Da jede Reihe in der Zählschrift zwei Schlittenquerungen erfordert, stehen nach dem Musterteil nicht 19 Reihen auf dem Zähler, sondern 38 Reihen. Der Musterteil ist fertig gestrickt und der Faden in Hellblau kann nach etwa 30 Zentimetern abgeschnitten werden. Der Reihenzähler wird auf null zurückgestellt und die Einstellungen am Schlitten werden zurückgedreht: Auf beiden Seiten stehen der Leerlaufhebel auf dem Dreieck-Symbol und der Nadelrückholer auf Position II.

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Nun noch einmal 20 Reihen mit den beiden schwarzen Fäden über alle 108 Nadeln hinweg glatt stricken. Steht der Reihenzähler dann auf 20 und der Schlitten rechts, ist das Stirnband fertig gestrickt. Den Arbeitsfaden nach circa 150 Zentimetern abschneiden. Diese großzügig bemessene Länge ist vonnöten, weil das Stirnband damit zusammengenäht wird.

 

Die Fertigstellung

Die 108 Maschen der ersten in Schwarz gestrickten Reihe (also die Maschen der ersten Reihe nach dem Kontrastgarn-Anschlag) zu den 108 Maschen auf die entsprechenden Nadeln hängen. Auf jeder Nadel liegen anschließend zwei Maschen. Das Kontrastgarn wird vom Strickstück entfernt. Die Maschen auf den Nadeln werden nun mit der Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung direkt von der Maschine abgenäht. Wie diese Methode funktioniert, wird im Folgenden separat Masche für Masche erklärt. Zunächst hier noch die weiteren Angaben zur Fertigstellung des Stirnbands.

Ist die Nahtverbindung fertiggestellt, wird das Stirnband noch zur Runde geschlossen. Die Seitenränder des Strickstücks werden zusammengenäht. Der Matrazenstich eignet sich hervorragend dafür. Beim Zusammennähen bitte im Musterbereich beginnen, damit sich das Fair-Isle-Muster optisch auch wirklich unsichtbar zusammenfügt. Vom Musterteil aus arbeitet man sich beim Zusammennähen rundherum um die Seitenkanten des Gestricks.

 

Die Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung

Die Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung besteht aus vier Schritten, die stets wiederholt werden. Die offenen Maschen auf den Nadeln werden damit gleichzeitig zusammengenäht und abgekettet. Mit dieser Methode werden beim Zusammenfügen Maschen nachgebildet. Auf diese Weise entsteht eine quasi unsichtbare Verbindung, sofern der Arbeitsfaden beim Nähen mit der Wollnadel nicht zu fest angezogen wird.

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Gearbeitet wird mit der Wollnadel direkt auf dem Nadelbett – und zwar von rechts nach links. Ist im Folgenden von der ersten Nadel die Rede, ist also die Nadel ganz rechts auf dem Nadelbett gemeint, auf der die erste Masche liegt.

Schritt eins: Mit der Wollnadel in die vordere Masche auf der ersten Nadel wie zum Rechtsstricken einstechen, diese Masche von der Nadel abheben und den Arbeitsfaden hindurchziehen.

Schritt zwei: Mit der Wollnadel in die vordere Masche auf der zweiten Nadel wie zum Linksstricken einstechen und den Faden hindurchziehen, ohne diese Masche von der Nadel zu nehmen.


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Schritt drei: Mit der Wollnadel wie zum Linksstricken in die auf der ersten Nadel verbliebene Masche einstechen, die Masche damit von der Nadel abheben und den Faden hindurchziehen.

Schritt vier: Mit der Wollnadel wie zum Rechtsstricken in die hintere Masche auf der zweiten Stricknadel wie zum Rechtsstricken einstechen, den Faden hindurchziehen, ohne diese Masche von der Nadel zu nehmen.

Schritt fünf und alle weiteren: Die Schritte eins bis vier stets wiederholen, bis alle Maschen abgenäht sind.

Wem das Abnähen an der Strickmaschine schwerfällt, kann die Technik auch auf zwei gewöhnlichen Stricknadeln durchführen. Benötigt werden dafür zwei Rundstricknadeln mit einem ausreichend langen Seil. Eine Nadelstärke von 2,5 ist für das Gestrick von der Strickmaschine geeignet.

 

Die Technik der glatt rechts gearbeiteten Nahtverbindung

Benötigt werden zwei Rundstricknadeln. Die Technik wird in vier Schritten gearbeitet, die stets wiederholt werden. Die offenen Maschen auf den beiden Stricknadeln werden damit zusammengenäht und gleichzeitig abgekettet. Es entsteht eine quasi unsichtbare Verbindung, wenn der Arbeitsfaden beim Nähen nicht zu fest angezogen wird.

Schritt eins: In die erste Masche der vorderen Stricknadel mit der Wollnadel wie zum Rechtsstricken einstechen, diese Masche von der Nadel abheben und den Arbeitsfaden hindurchziehen.

Schritt zwei: In die zweite Masche der vorderen Stricknadel mit der Wollnadel wie zum Linksstricken einstechen, und den Faden hindurchziehen, ohne diese Masche von der Nadel zu nehmen. (Die zweite Masche ist die, die nach Schritt eins als Erste auf der vorderen Nadel liegt.)


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Schritt drei: Mit der Wollnadel wie zum Linksstricken in die erste Masche auf der hinteren Stricknadel einstechen, diese Masche von der Nadel abheben und den Faden hindurchziehen.

Schritt vier: Mit der Wollnadel in die zweite Masche auf der hinteren Stricknadel wie zum Rechtsstricken einstechen, und den Faden hindurchziehen, ohne diese Masche von der Nadel zu nehmen. (Die zweite Masche ist die, die nach Schritt drei als Erste auf der hinteren Nadel liegt.)

Schritt fünf und alle weiteren: Die Schritte eins bis vier stets wiederholen, bis alle Maschen abgenäht sind.

Foto, Grafiken und Text: Christiane Mester

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