Minirock stricken: Diesen Minirock im Zickzack-Strukturmuster kann jeder stricken, der linke und rechte Maschen beherrscht. // Strickanleitung // Strickmuster // Strickrock // Grau // Anfänger-Anleitung // Anleitung deutsch //

Easy Minirock

Diesen Minirock im Zickzack-Strukturmuster kann jeder stricken, der bis zwölf zählen kann und rechte und linke Maschen beherrscht. Bravo! Anfängerinnen üben das Stricken in Runden und lernen zwischen Saum und Bündchen, was sich alles mit diesen beiden Grundmaschen zaubern lässt. Auf Zack gebracht, wird der doppelt gestrickte Faden durch einfaches Versetzen der beiden linken Maschen auf glatt rechts gestricktem Grund.


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Spielraum für mehr Größe
Das abgebildete Modell ist in Größe M (40) gestrickt, hat eine Gesamtlänge von etwa 38 Zentimetern und misst auf der Hüfte cirka 68 Zentimeter Umfang. Wer den Zigzag-Mini eine Nummer größer oder kleiner stricken möchte, variiert einfach die Zahl der rechten Maschen.

 




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Eine gute Wahl: Merino- oder Trachtenwolle
Besonders gut geeignet für dieses Muster wäre zum Beispiel ein Merino-Garn oder auch Trachtenwolle. Letztere zeichnet sich durch besondere Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit aus. Ein Rock wird schließlich mehr strapaziert als ein Pullover. Ganz gleich, welche Garnqualität verwendet wird, es empfiehlt sich immer, den Faden für dieses Modell doppelt zu nehmen. Je nachdem wie locker gestrickt wird, könnte der Mini am Ende sonst sehr durchsichtig werden. Auf dem Bild zeigt sich, dass das sogar bei dieser zweifädigen Arbeit ein wenig der Fall ist.

 

Figurbetont bei gleicher Maschenzahl
Der Minirock passt sich sehr gut an die Figur an. Dass die Hüftpartie etwas enger ist als der untere Saum, ergibt sich ganz einfach durch das Strickmuster, dafür müssen keine Maschen zu- oder abgenommen werden: Man beginnt für die untere Kante mit einigen Reihen krauss rechts. Diese Technik führt dazu, dass der untere Abschluss breiter ausfällt, als der Rest des Strickstücks und zusätzlich leicht dehnbar wird. Auf das Zickzackmuster folgt dann oben das klassische Bündchenmuster – das Gestrick zieht leicht zusammen. Eine Nadelstärke kleiner, verstärkt diesen Effekt.

 

Benötigte Materialien
etwa 150 g Wolle (LL 185 m/50g)
80 cm-Rundstricknadel, Nadelstärke 4,5

 

Maschenprobe
14 Maschen x 25 Reihen = 10 x 10cm

 

Die Strickanleitung für den ZigZag-Minirock
Zweifädig 108 Maschen aufnehmen und zur Runde schließen. Die erste Masche markieren, zum Beispiel mit einer Sicherheitsnadel. Einige Reihen kraus rechts stricken, bis die gewünschte Saumlänge erreicht ist. (Beim Stricken in Runden entsteht kraus rechts durch *eine Reihe rechts, eine Reihe links*.) Dann beginnt das Muster: Auf zehn rechte Maschen folgen zwei linke, dann wieder *zehn rechte, zwei linke* Maschen – and so on and so on. Das Schema zwischen den beiden Sternchen wird stetig wiederholt, bis das Rundenende erreicht ist. Die Runde endet mit zwei linken Maschen.

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Damit sich das Zickzackmuster ergibt, wird ab der zweiten Runde um eine Masche versetzt gestrickt: Die beiden linken Maschen rutschen eins weiter nach vorn. Deshalb werden zum Beispiel am Anfang der zweiten Runde nur neun rechte Maschen gestrickt und dann zwei linke. Ansonsten würde der Versatz nicht funktionieren. In den folgenden Runden dem Versatz-Schema folgen – die beiden linken Maschen wandern kontinuierlich um eine Masche weiter nach vorn.


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Nach etwa 13 Zentimetern Zickzackmuster wird dann eine Kehrtwende gemacht: Ab hier neigt sich das Strukturmuster in die andere Richtung. Dazu werden die beiden linken Maschen einfach um eine Masche nach hinten versetzt. Ist das Strickstück um weitere 13 Zentimeter angewachsen, weht die Brise wieder steil von der anderen Seite und die linken Maschen neigen sich entsprechend wieder in die andere Richtung. Dazu wird das links gestrickte Maschenpaar wieder stets um eine Masche nach vorn versetzt. Nachdem die gewünschte Länge erreicht ist, folgt schließlich das Bündchenmuster in gewohnter Manier: *Eins rechts, eins links*. Am Ende alle Maschen abketten, wie sie erscheinen.

Fotos und Text: Christiane Mester

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16 Kommentare

  1. Ich finde den Rock auch super schön und sitze gerade dran. Allerdings hab ich bezüglich des versetzten Musters gerade ein Brett vorm Kopf. Wenn ich jede Runde mit 9 rechten und 2 linken Maschen anfange, verschiebt sich bei mir das Muster nicht sondern bleibt gleich. Kann mir jemand sagen was ich falsch mache? :D
    In der ersten verschobenen Runde ende ich ja mit 10 rechten, 2 linken und einer rechten Masche. Fange ich dann in der neuen Runde mit 9 rechten 2 linken Maschen an, kommt das wieder auf das gleiche raus. Oder muss ich nach der der ersten verschobenen Runde mit 8 rechten Maschen anfangen (also wie oben geschrieben, ende ich mit 10 rechts 2 links und 1 rechts und beginne die neue Runde mit 8 rechts 2 links)? Ich hoffe, ihr versteht mein Problem, ich stehe gerade sehr auf dem Schlauch.

    1. Liebe Juliane,

      der Anleitungstext war so formuliert, dass man ihn durchaus missverstehen konnte. Es liegt also nicht an dir. Ich habe das nun geändert und die verwirrenden Zahlenangaben entfernt. (Dein Gedanke war richtig. Zu Beginn der zweiten Runden sind es neun Maschen und am Anfang der dritten Runde nur noch acht usw.) Wichtig ist beim Stricken des Zigzag-Minis, dass die linken Maschen immer um eine Masche versetzt werden und zwar in die jeweils angegebene Richtung.

      Viele Grüße
      Christiane von maschentext.de

  2. Hallo, der Rock sieht so klasse aus, dass ich ihn nachstricken will, aber ich weiß nicht, wie viele Maschen (und an welcher Stelle) ich zugeben muss, um eine größere Kleidergröße als M zu erhalten?

    1. Hi Sarah! Du hast gleich mehrere Möglichkeiten die Größe zu beeinflussen: Du könntest ein dickes Garn wählen oder Du vergrößerst die in der Anleitung angegebene Zahl der rechten Maschen, die zwischen den links gestrickten Zickzack-Streifen liegen. Umgekehrt geht natürlich auch – je nachdem, was Dir optisch besser gefällt. Genauso kannst Du auch gleich einen oder mehrere zusätzliche Streifen integrieren, denn das Muster wiederholt sich ja immer.

      Egal für welche Variante Du Dich entscheidest, machst Du es dann wie folgt: Du misst an Deinem Körper oder an einem ähnlich geschnittenen Rock aus, wieviel Zentimeter Umfang Du brauchst. Dann strickst Du eine Maschenprobe mit dem Garn, das Du für den Rock verwenden möchtest und berechnest auf dieser Grundlage die benötigte Maschenzahl. Diesen letzten Schritt nimmt Dir der Maschenrechner ab. Hier musst Du lediglich Deine ermittelten Maße eingeben und der Maschenrechner, sagt Dir, wie viele Maschen Du aufnehmen musst, um auf diese Maße zu kommen.

      Viele Grüße
      Christiane von maschentext.de

  3. Meine Enkeltochter (13 Jahre) möchte diesen hübschen Mini für sich stricken. Kannst du mir bitte raten, wie ich am besten die Maschenzahl auf die Größe 158 herunterrechne?

    Vielen Dank

    Hilke

    1. Liebe Hilke,

      dass sie den Rock selbst stricken möchte finde ich spontan einfach super, zunächst also ein herzliches Kompliment an die smarte Enkelin! Und nun zu deiner Frage. Stünde ich vor dieser Aufgabe, würde ich wahrscheinlich eher nicht von der Konfektionsgröße ausgehen. Wäre das eine verlässliche Methode, passte ja auch jeder Person garantiert jedes Kleidungsstück, das im Laden in der richtigen Größe auf der Stange hängt. Wir alle wissen – das ist meistens nicht so und bestellen daher auch online gerne zwei Ausführungen von einem Teil, von denen wir dann nach der Anprobe mindestens eines wieder zurückschicken. Daher würde ich lieber den tatsächlich benötigten Umfang am Körper messen, dann eine Maschenprobe anfertigen und ausgehend von diesen Werten die benötigte Maschenzahl ermitteln. Den letzten Schritt kann der Maschenrechner für euch erledigen.
      Gut für euer Vorhaben ist darüber hinaus schon mal, dass die Maschenzahl bei diesem Minirock-Modell kontinuierlich dieselbe bleibt und keine Abnahen oder Zunahmen berechnet werden müssen. (Die Passform ergibt sich hier ja aus den drei verschiedenen Strickarten Bündchenmuster, Zickzack-Muster und kraus-rechts.) Bei einem Mädchen würde ich wohl oben kurz über der Hüfte messen, dort wo das Bündchen in etwa sitzen soll und die Maschenprobe dementsprechend auch *1re, 1 li* stricken. Unten am Saum ginge es auch – dann müsste das Probestück kraus rechts gestrickt werden.
      Wohnt die Enkelin weiter weg als dein Maßband reicht, hat aber vielleicht bereits einen gut sitzenden Minirock im Schrank, würde ich sie bitten, den anzuziehen und sich im getragenen Zustand jeweils den Umfang oben am Bündchen und unten am Saum von einer anderen Person messen zu lassen sowie sicherheitshalber auch noch einmal auf Gesäßhöhe. Gut für dich zu wissen, wäre dann sicher auch die Länge.
      Klappt diese Herangehensweise womöglich auch nicht, bleibt euch wohl nur, bei einschlägigen Onlineshops nach ähnlich geschnittenen Miniröcken zu suchen, die dort aufgeführten Maße in Größe 158 zu notieren und dann mit diesen Werten zu arbeiten (Maschenprobe, Maschenrechner). Eine Standardmaßtabelle ginge vielleicht auch, aber da es hier wirklich stark vom jeweiligen Schnitt abhängt, wäre das wirklich die letzte Methode, die ich empfehlen würde.

      Viele Grüße zurück und viel Erfolg euch beiden,
      Christiane von maschentext.de

    1. Liebe Janet!

      Das ist eine gute Frage, die bestimmt auch noch andere beschäftigt. Wie viel Wolle benötigt wird, hängt beim Stricken immer von mehreren Faktoren ab. Zum einen davon, wie das Garn beschaffen ist, das verwendet wird. Die Garnqualität spielt eine wichtige Rolle und in diesem Zusammenhang ist auch nicht unwichtig, wie stark der jeweilige Faden gezwirnt ist. Zum anderen liegt es an der individuellen Art die Wolle zu verarbeiten – ob fest oder eher locker gestrickt wird. Das ist bei jedem anders. Auf das Gramm genau lässt es sich also nicht beziffern. Ob du am Ende zum Beispiel nur 143 g oder gar 162 g benötigen wirst, musst du ausprobieren. Wenn du noch nicht so viel Erfahrung mit dem Stricken hast, würde ich empfehlen ein Knäuel mehr zu besorgen. Das erspart dir den Nervenkitzel und bringt den Nebeneffekt mit sich, dass du irgendwann auf eine stattliche Sammlung an Wollresten zurückgreifen kannst, die sich wieder für ein neues schönes Projekt verwenden lassen.

      Viele Grüße, Christiane von maschentext.de

      1. Danke liebe Christina, ich habe 5 Knäuel Schachenmayr Baby Smiles Bravo 185m 50g gewählt. Mal schauen, was rauskommt. Der Rock soll auch nicht zu kurz werden….

  4. Ich bin auch überrascht, was man mit nur linken und rechten Maschen alles anstellen kann :)
    Ich habe gerade erst stricken gelernt, aber es klingt wirklich so einfach, dass ich es mir zutraue.
    Wie man eine Runde schließt und Maschen abkettet musste ich mir auf YouTube ansehen, weil ich einfach noch nicht so in der Materie bin.
    Hier wäre es vielleicht noch cool, wenn direkt Anleitungen oder so verlinkt wären, aber das ist nun wirklich meckern auf hohem Niveau :) Auf Youtube sind so Dinge ja schnell zu finden.

  5. Wie bekomme ich ein Gummiband in den Rock ohne das man ihn sieht ? Und kann ich das Bünden auch am Abschluss des Rockes stricken ??

    1. Liebe Ellen,

      die Anleitung sieht vor, dass der Minirock von unten nach oben gestrickt wird. D.h. die Arbeit wird ohnehin mit dem Bündchen abgeschlossen. Wenn Du gerne ein Gummiband einziehen möchtest, könntest Du zum Schluss einfach ein sog. doppeltes Bündchen arbeiten, das nach innen umgeschlagen wird.
      Dazu strickst Du das Bündchen am besten glatt rechts und zwar in der vorgesehenen Höhe, also so, wie es am Ende aussehen soll. Dann folgt eine Runde linke Maschen (das wird die Bruchkante an der nach innen umgeschlagen wird) und anschließend strickst nochmal (fast) dieselbe Bündchenhöhe wie zuvor – allerdings eine Runde weniger und kettest ab. Wenn Du damit fertig bist, legst Du das Gummiband auf das Strickstück, klappst das Bündchen um und nähst die Abkettkante innen an. Damit die Elastizität erhalten bleibt, solltest Du den Wollfaden beim Nähen nicht zu fest anziehen.

      Viele Grüße, Christiane von maschentext.de

  6. Hallo Christiane, ich habe wohl ein Problem dem logischen Denken ?. Ich bin nun bei der ersten Kehrtwende der linken Maschen angelangt. Das Prinzip ist mir schon klar, aber wo beginne ich damit? Der Part mit den neun Maschen am Rundenbeginnn hat sich ja nun bei der gestrickten Höhe in meinem Fall um zweieinhalb Mustersätze nach rechts versetzt. Der Rundenbeginn ist ja aber immer noch an der selben Stelle, eben nachdem ich die von mir angeschlagene Maschenzahl gestrickt habe. Wo beginne ich nun mit dem Versatz? Am Rundenbeginn mit wie von dir angegeben mit elf Maschen oder bei den neun Maschen indem dann hier wieder zehn gestrickt werden?
    Vielen Dank schonmal für deine Hilfe!

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