Glockenrock

Er ist ein Klassiker der verspielten Silhouette: der Glockenrock. Nach dieser Strickanleitung entsteht ein tellerförmiger kurzer Rock, der an der Taille eng geschnitten und nach unten hin weit ausgestellt ist, um bei jeder Bewegung mitzuschwingen.

 

Das Material ist federleicht und der hohe Mohairanteil sorgt für einen aufgebauschten Look. Verstärkt wird das Volumen des Strickrocks durch den Rollrand am Saum. Für besonderen Tragekomfort sorgt ein Unterrock, der direkt angestrickt wird.

Der feminine Glockenrock wird auf der Strickmaschine mit Doppelbettergänzung gestrickt. Für dieses Modell wurden der Feinstricker Silver Reed SK280 und das Doppelbett Silver Reed SRP60N verwendet.

Grundsätzlich ist es auch möglich, den Tellerrock nach dieser Anleitung mit der Hand zu stricken. Angesichts des dünnen Garns und der zahlreichen verkürzten Reihen, die gearbeitet werden, ist dies allerdings eine wahre Fleißarbeit.

 

Benötigte Materialien für den Glockenrock
Feinstricker mit Doppelbettergänzung (hier: Silver Reed SK280 und Silver Reed SRP60N)
385 Gramm Wolle (hier: „Grau meliert 200g Mohair“ von Wolle Halle in der Zusammensetzung 40 Prozent Mohair, 30 Prozent Polyacryl, 30 Prozent Polyester, Lauflänge: 450 Meter auf 50 Gramm)
Etwas Garn in Kontrastfarbe mit ähnlicher Fadenstärke zum Hauptgarn (zum Beispiel drei- oder vierfädiges Sockengarn)
Gummiband für das Taillenbündchen in Anthrazit oder Schwarz (90 Zentimeter lang, fünf Zentimeter breit)
Nähgarn in ähnlicher Farbe wie das Hauptgarn (hier: Schwarz)
Ein Nylonfaden (Standardzubehör Silver Reed SK280)
Zwei Einer-Deckernadeln kombiniert mit Zweier- bzw. Dreier-Deckernadel (Standardzubehör Silver Reed SK280)
Maschenskala-Lineal (Standardzubehör Silver Reed SK280)
Fünfer-Deckernadel
Drei bis fünf Krallengewichte (Standardzubehör Silver Reed SK280)
Drei bis fünf Gewichtsaufhänger
Großer Anschlagkamm (Standardzubehör Silver Reed SRP60N)
Fünf große Hakengewichte (Standardzubehör Silver Reed SRP60N)
Arbeitszungennadel (Standardzubehör Silver Reed SK280)
Eine Sicherheitsnadel
Ein Faden Nähgarn und eine Nähnadel (für das Zusammennähen des Gummibands) in dunklem Ton (Anthrazit, Schwarz oder eine beliebige dunkle Farbe)
Eine Wollnadel zum Zusammennähen der Strickteile
Notizzettel und Stift

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Die Maschenprobe für den Glockenrock
Glatt rechts auf dem Flachbett Silver Reed SK280 mit Maschenweite 3,75 gestrickt, ergeben 26 Maschen mal 48 Reihen ein Probestück der Größe zehn mal zehn Zentimeter.

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Die Maße des fertigen Strickrocks in Größe M
Nach dieser Strickanleitung entsteht ein kurzer Glockenrock in Größe M. Der Umfang am dehnbaren Taillenbündchen beträgt 80 Zentimeter und die Rocklänge 58 Zentimeter.

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Die Strickanleitung für den Glockenrock im Kurzüberblick
Der Strickrock besteht aus dem sichtbaren äußeren Glockenrock, einem Taillenbündchen mit Gummizug und einem glatt gestrickten Unterrock. Als Erstes wird der äußere Glockenrock gearbeitet. Er wird auf dem Hauptbett der Strickmaschine quer gestrickt, die Glocken entstehen dabei mit sogenannten verkürzten Reihen.

Anschließend wird das Taillenbündchen separat auf Haupt- und Doppelbett im 1/1-Rippenmuster gearbeitet und an der Strickmaschine mit dem äußeren Glockenrock verbunden. Im dritten Schritt wird der Unterrock auf dem Hauptbett direkt angestrickt.

Äußerer Rock, Taillenbündchen und Unterrock werden jeweils als Vorderteil und als Hinterteil gestrickt. Sind die drei Teile für das Vorderteil (äußere Glocken-Lage, Taillenbündchen, Innenrock) fertig und gemäß Anleitung zu einem Stück verbunden, werden diese drei Teile noch einmal identisch für das Hinterteil des Rocks gearbeitet und miteinander verbunden.

Im Zuge der Fertigstellung werden das Vorderteil und das Hinterteil des Glockenrocks im Matrazenstich zusammengenäht, das Gummiband wird in den Hohlsaum des Taillenbündchens gezogen, auf die benötigte Länge gebracht und zusammengenäht.

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Die Strickanleitung für das Vorderteil und das Hinterteil des Glockenrocks
Mit Kontrastgarn im Wickelanschlag von links nach rechts auf dem Nadelbett 135 Maschen aufnehmen. Auf der linken Seite des Nadelbetts sind 70 Nadeln belegt, auf der rechten Seite des Nadelbetts 65 Nadeln. Einige Reihen glatt auf Maschenweite acht strickten, dann Krallengewichte in die Gewichtsaufhänger hängen. Nach 15 Reihen Abfallgestrick steht der Schlitten links. Eine Reihe mit dem Nylonfaden von links nach rechts auf Maschenweite zehn stricken. Mit dem Hauptgarn von links nach rechts einen Wickelanschlag über alle 135 mit Nylonfaden-Maschen belegten Nadeln machen.

Nun die folgenden Einstellungen für das Stricken von verkürzten Reihen vornehmen: Alle Nadeln nach vorn schieben, um sie in D-Position zu bringen und die beiden Nadelrückholer-Hebel vorne am Schlitten von Position II auf I stellen. Den Reihenzähler auf Null zurückdrehen und am Schlitten die Maschenweite 3,75 einstellen.

Mit verkürzten Reihen stricken wir nun die erste Glocke: Dafür mit der Einer-Deckernadel auf der rechten Seite des Nadelbetts nacheinander fünf Nadeln (Nadelnummern 61 bis 65) in Strickstellung (B-Position) bringen und ein Mal von rechts nach links stricken. Abgestrickt werden mit den gewählten Schlitteneinstellungen nur die fünf Nadeln mit den Nummern 61 bis 65, die sich in B-Position befinden. (Zu Anfang bitte kontrollieren, ob die Nadeln die Maschen tatsächlich abgestrickt haben. Vor allem bei den ersten fünf bis zehn Maschen kann es passieren, dass dies nicht einwandfrei geklappt hat. In diesem Fall die betreffenden Maschen mit der Hand nacharbeiten.)

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Der Arbeitsfaden liegt nun oben auf den restlichen Nadeln, die sich in D-Postion befinden. Vor dem Zurückstricken von links nach rechts den Arbeitsfaden unter die nächstgelegene Nadel (hier die Nadel mit der Nummer 60) legen. Das verhindert, dass beim Stricken der verkürzten Reihen ein Loch an der Wendestelle entsteht. Beim Stricken den Arbeitsfaden mit der linken Hand etwas festhalten, sodass er auf Zug ist. Der Reihenzähler zeigt anschließend zwei gestrickte Reihen an.

Auf der rechten Seite mit der Einer-Deckernadel fünf weitere Nadeln (Nummern 56 bis 60) zurück in B-Position und damit in Strickstellung bringen. Es befinden sich nun zehn Nadeln in Strickposition. Eine Reihe von rechts nach links stricken. Es werden nur die zehn Maschen (56 bis 65) abgestrickt, die rechts außen auf der rechten Seite des Nadelbetts in B-Position stehen.




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Der Arbeitsfaden liegt danach wieder oben auf den restlichen Nadeln. Diesen nun wieder unter die nächstgelegene Nadel in D-Position legen. Eine Reihe von links nach rechts stricken und den Arbeitsfaden dabei mit der linken Hand ein wenig anziehen. Der Reihenzähler zeigt anschließend vier gestrickte Reihen an.

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Nach diesem Schema arbeiten wir uns nun in Fünferblöcken weiter von rechts nach links über das Nadelbett. Vor dem Stricken der Reihe 5/7/9/11/(…)/49 jeweils weitere fünf Nadeln in Strickposition bringen und vor dem Stricken der 6./8./10./12./(…)/50. Reihe den Arbeitsfaden unter die nächstgelegene Nadel in D-Position legen, um ein Loch zu vermeiden. Die Gewichtsaufhänger mit den eingehängten Krallengewichten beim weiteren Stricken regelmäßig wieder nach oben hängen.

Zeigt der Reihenzähler insgesamt 50 gestrickte Reihen an, befinden sich auf der linken Seite noch zehn Nadeln in D-Position (Nummern 61 bis 70). Nun stricken wir sechs Reihen über alle 135 Maschen hinweg. Dafür alle 135 Arbeitsnadeln nach vorne in D-Position schieben und am Schlitten die beiden Nadelrückholer-Hebel von Position I auf II stellen. (Wann immer alle Nadeln in D-Position stehen, lohnt es sich zu prüfen, ob sich das Gestrick hinterrücks im Maschengitter verfangen hat. Dazu alle Maschen vorsichtig etwas nach vorn ziehen. Hakt es dabei irgendwo, hat sich der Faden verfangen und sollte nun aus Maschengitter gehoben werden.)

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Nach dem Stricken dieser sechs Reihen zeigt der Zähler 56 Reihen an und eine Glocke für den Tellerrock ist fertig. Für diese erste Glocke nun bitte unbedingt einen Strich auf dem Notizzettel machen und den Reihenzähler an der Strickmaschine wieder auf Null stellen.

Insgesamt werden für den Tellerrock 25 solcher Glocken gearbeitet. Ab dem Stricken der nun folgenden zweiten Glocke kann für das Vor- und Zurückziehen der Nadeln eine Fünfer-Deckernadel statt der Einer-Deckernadel benutzt werden. Das ist um einiges bequemer und beschleunigt den weiteren Strickprozess ungemein.Insgesamt werden für den Tellerrock 25 solcher Glocken gearbeitet. Ab dem Stricken der nun folgenden zweiten Glocke kann für das Vor- und Zurückziehen der Nadeln eine Fünfer-Deckernadel statt der Einer-Deckernadel benutzt werden. Das ist um einiges bequemer und beschleunigt den weiteren Strickprozess ungemein.

Stricken wir nun die zweite Glocke für den Tellerrock: Der Schlitten steht rechts, der Reihenzähler auf Null. Alle Nadeln in D-Position bringen, die beiden Nadelrückholer-Hebel am Schlitten von Position II auf I stellen und rechts auf dem Nadelbett mit der Fünfer-Deckernadel fünf Nadeln (Nadel 61 bis 65) in Strickstellung (B-Position) bringen. Ein Mal von rechts nach links stricken. Abgestrickt werden dabei nur die fünf Nadeln mit den Nummern 61 bis 65 in B-Position.

Der Arbeitsfaden liegt danach oben auf den restlichen Nadeln, die sich in D-Postion befinden. Vor dem Zurückstricken von links nach rechts den Arbeitsfaden unter die Nadel mit der Nummer 60 legen, um ein Loch an der Wendestelle zu vermeiden. Beim Stricken den Arbeitsfaden mit der linken Hand etwas festhalten, sodass er auf Zug ist. Der Reihenzähler zeigt anschließend zwei Strickreihen an.

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Nach diesem Schema wie gehabt weiter von rechts nach links übers Nadelbett arbeiten, indem vor dem Stricken der 3./5./7./9./(…)/49. Reihe jeweils ein Fünferblock Nadeln mit der Fünfer-Deckernadel von der D-Position zurück in die B-Position gebracht wird. Vor dem Stricken der 4./6./8./10./(…)/50. Reihe den obenauf liegenden Arbeitsfaden unter die nächstgelegene Nadel in D-Position legen.

Zeigt der Reihenzähler wieder 50 gestrickte Reihen an, befinden sich auf der linken Seite noch zehn Nadeln in D-Position (Nummern 61 bis 70). Nun stricken wir erneut sechs Reihen über alle 135 Maschen hinweg. Dafür alle 135 Arbeitsnadeln wieder nach vorne in D-Position schieben und am Schlitten die beiden Nadelrückholer-Hebel von Position I auf II stellen. Sechs Reihen stricken. Der Reihenzähler zeigt anschließend 56 gestrickte Reihen an und die zweite Glocke für den Rock ist fertig.

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Für diese zweite Glocke den nächsten Strich auf dem Notizzettel machen, den Reihenzähler an der Maschine wieder auf Null stellen und nach dem bekannten Schema der verkürzten Reihen in Fünferblöcken von vorne beginnen. Dabei nicht das Umstellen der beiden Nadelrückholer-Hebel am Schlitten vergessen.

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Nach dem Stricken der zweiten Glocke kann das Abfallgestrick schon entfernt werden. Dazu den Nylonfaden Stück für Stück nach rechts aus dem Gestrick herausziehen.

Sind auf dem Zettel 25 Striche für 25 Glocken notiert, ist das äußere Vorderteil beziehungsweise das äußere Hinterteil des Strickrocks fertig. Das Abketten wird vorbereitet: Dafür die Maschenweite auf zehn stellen und eine Reihe von rechts nach links über alle 135 Nadeln stricken. Anschließend mit der Arbeitszungennadel alle Maschen durch Überzug abketten. Dabei ebenfalls von rechts nach links arbeiten. Am Ende angekommen, den Arbeitsfaden nach einigen Zentimetern abschneiden und durch die letzte Masche ziehen.

Das erste Teil für den äußeren Glockenrock ist fertig. Das zweite Teil genauso arbeiten.

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Sind beide Teile des äußeren Glockenrocks fertig gestrickt, folgen das Taillenbündchen und der Unterrock. Hier geht es zu Teil zwei der Strickanleitung für den Glockenrock.

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