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Mit dem Begriff Wolle werden Fäden, die von einem Schaf- oder Lammvlies gewonnen werden, bezeichnet. Die charakteristische Kettenstruktur der Moleküle sorgt für Luftdurchlässigkeit, Wärme und ausgezeichnete Elastizität und Biegbarkeit. Wolle ist sozusagen knitterfest. Das Färben von Wolle ist anspruchsvoll und es ist beinahe unmöglich zweimal den gleichen Farbton zu erzielen.

Nur von einem kleinen Teil der weltweiten Wollproduktion wird reines Wollgarn hergestellt, meistens wird es mit verschiedenen künstlichen Fasern gemischt. Ein Bruchteil wird mit Naturfäden anderer Tiere (Kaschmirziegen, Angoraziegen oder Kamele) und ausnahmsweise mit Baumwolle gemischt.

 

Alpaka
Alpakawolle wird von den Alpakas gewonnen, die usprünglich aus Peru stammen, aber auch in Deutschland gezüchtet werden. Alpaka besitzt sehr ähnliche Eigenschaften wie die Schafwolle, ist jedoch häufig von besserer Qualität. Alpaka zählt zu den hochwertigen Wollsorten, sie ist sehr fein und kratzt nicht auf der Haut. Im Vergleich zur Schafwolle ist Alpaka meist teurer.

 

Angora
Angora wird durch Auskämmen oder Scheren aus den Haaren des Angorakaninchens gewonnen. Das Besondere an diesem Garn sind die weichen und feinen Fasern. Sie weisen zudem einen zarten Glanz auf. Angora zählt zu den hochwertigen Wollsorten. Das Material fusselt zu Beginn, was sich nach kurzer Zeit jedoch legt. Für Babykleidung ist das Material deshalb aber nicht geeignet.

 

Kaschmir
Kaschmir wird aus dem warmen Unterhaar des Fells der Kaschmirziege gewonnen. Kaschmir gehört zu den feinsten Textilfasern; sie fühlen sich besonders weich, fein und flaumartig an. Im Vergleich zu Schafwolle ist Kaschmir teurer. Die Feststellung der Qualität ist nicht immer einfach, denn der Unterschied zwischen Schafwolle und Kaschmir kann nur mithilfe eines Mikroskops festgestellt werden. Kaschmir wird oft als Gemisch mit Schafwolle und Seide verarbeitet.




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Merino
Merinowolle stammt meist von Schafen aus Neuseeland und Australien. Im Gegensatz zu anderen Wollarten ist die Merinowolle fein und zart.

 

Mohair
Mohair wird aus dem Haar der Angoraziege (auch Mohairziege genannt) gewonnen. Mohair zählt zu den leichtesten Textilfasern überhaupt. Das lange Fell der Angoraziege ist besonders seidig und weich.

Mohair wird in drei Güteklassen eingeteilt: „Kid“ ist das Haar sehr junger Angoraziegen; es gilt als das feinste und hochwertigste und wird vor allem für Kleidungsstücke verwendet. Wie fein eine Faser ist, wird in Micron gemesssen – Kid-Mohair liegt bei 24 bis 29 Micron.

„Young Goat“ stammt von jungen Tieren, die noch nicht ausgewachsen sind. Young-Goat-Mohair ist etwas dicker als Kid-Mohair und hat 30 bis 33 Micron.

„Adult“ bezeichnet das Fell ausgewachsener Angoraziegen. Mit 34 bis 40 Micron ist es fester. Es wird vornehmlich für die Herstellung von Teppichen, Polstern oder Decken eingesetzt.

 

Über diese Wollarten tierischen Ursprungs hinaus, gibt es noch weitere Strickgarne aus pflanzlichen Fasern und Kunstfaser. Synthetische Fasern werden industriell hergestellt und zählen somit zu den künstlichen Garnen. Diese Garne wie zum Beispiel Polyester, Nylon, Polyacryl oder Polyamid sind preiswert, pflegeleicht und für Allergiker geeignet. Sie haben jedoch auch nicht die selben guten Eigenschaften wie natürliche Garne. Kunstfaser fehlt sowohl die isolierende Wärmewirkung als auch die Fähigkeit zum Speichern überschüssiger Feuchtigkeit.

Da synthetische Fasern außerdem nicht sehr elastisch sind, werden sie häufig mit natürlichen Fasern gemischt. So entstehen Garne, die die Eigenschaften natürlicher Fasern besitzen und im Handel zu einem moderaten Preis erhältlich sind.

 

Baumwolle
Baumwolle wird vom Baumwollstrauch gewonnen. Aus den Blüten dieser Pflanze bilden sich große Kapseln mit zahlreichen Samen, die stark behaart sind. Sie öffnen sich, wenn die Samen die nötige Reife erreicht haben. Dann quillen die vielen Haare wie ein Wattebausch aus der Kapsel heraus. Sie werden werden von den Pflanzen geerntet und zu Garn versponnen. Ihr eigentlicher Zweck besteht jedoch darin, die Samen bei Wind möglichst weit zu tragen und so für eine natürliche Ausbreitung der Pflanzen zu sorgen.

Baumwollgarn trägt oftmals den Zusatz „mercerisiert“. Beschrieben wird damit eine bestimmte Veredelungsbehandlung: Durch den Kontakt mit Natronlauge bekommen Baumwollfasern einen seidigen Glanz, der auch bei der Maschinenwäsche erhalten bleibt. Außerdem wird das Material durch diese Behandlung noch reißfester. Mercerisierte Baumwolle ist meist teurer als Baumwolle, da diese Veredelungsprozedur aufwendig ist.


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Seide
Mit Seide wird hauptsächlich Naturseide gemeint, die durch das Entrollen von Puppen des Seidenspinners gewonnen wird. Ein Faden kann dabei eine Länge von drei bis vier Kilometern haben. Darüber hinaus gibt es Kunstseide.

 

Viskose
Viskose wird aus Zellulose hergestellt. Zellulose ist ein organischer Stoff, der sich in den Zellwänden von Pflanzen befindet. Viskosefasern werden aus Zellulose durch einen chemischen und mechanischen Prozess erzielt – entsprechend zählen sie zu den halbsynthetischen Fasern. Ein Beispiel sind Viskose-Fasern aus Bambus-Zellstoff.

Normale Viskosenfasern sind nicht so fest wie zum Beispiel Wollfäden, deshalb werden sie bearbeitet. Es werden matte wie glänzende Fasern verschiedener Feinheitsgrade hergestellt. Bleichen und Färben sind einfach möglich.

Viskose wird überall dort verwendet, wo die Eigenschaften von Seide gewünscht sind, der Preis aber geringer ausfallen soll. Viskose lässt sich gut mit Wolle, Baumwolle und synthetischen Fasern mischen.

 

Bambus
Bambusgarn wird aus pflanzlichen Fasern hergestellt.


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Leinen
Leinengarn wird aus der Flachspflanze gewonnen. Es ist äußerst reißfest.

 

Polyester
Polyester sind Polymere, die synthetische sowie in der Natur vorkommende chemische Stoffe enthalten. Obwohl künstliche Fasern mit Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle unvergleichbar sind, können diese einige Vorteile bieten. Beliebte Eigenschaften sind zum Beispiel die Knitterfestigkeit oder das langzeitige Bewahren der Farbe.

Text: Christiane Mester

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