Kostenlose Strickanleitung: Raglanpullover (RVO) stricken. Anleitung für Modell ARROW.

Raglanpulli ARROW

Kostenlose Strickanleitung für einen Raglanpullover (RVO). Modell ARROW. // Strickanleitung // Strickmuster // Strickrock // Grau // Anfänger-Anleitung // Anleitung deutsch //

Ein federleichter Strickpullover in wunderschönem Design ohne störende Nähte. Das ist der Raglanpulli ARROW, bei dem die klassischen Raglanlinien durch einfachen Versatz der Umschläge zu Pfeilspitzen-Details werden. Eine weitere Besonderheit: Dieser RVO kommt mit besonders wenig Garn aus; für das abgebildete Modell waren 200 Gramm Mohairgemisch ausreichend.

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Benötigte Materialien
Ein Nadelspiel der Stärke 3,5
Eine 40 cm-Rundstricknadel der Stärke 4,5
Eine 80 cm-Rundstricknadel der Stärke 4,5
Eine 100 cm-Rundstricknadel der Stärke 4,5
Etwa 200 g Wolle (Mohairgemisch, Lauflänge 270 m/50 g, hier: Feria, Mitji)
Vier Maschenmarkierer, alternativ Sicherheitsnadeln
Vier große Maschenraffer zum Stilllegen der Ärmelmaschen
Eine Wollnadel zum Vernähen der Fäden


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Die Maschenprobe
Glatt rechts mit Nadelstärke 4,5 in Runden gestrickt, ergeben 20 Maschen x 27 Runden ein Probestück der Größe 10 x 10 Zentimeter.

 

Die Maße des fertigen Raglanpullovers ARROW
Gemessen im ungedehnten Zustand, beträgt die Gesamtlänge des fertigen Pullovers etwa 62 Zentimeter und die Brustweite etwa 57 Zentimeter (Brustumfang etwa 114 Zentimeter).

 

Das abgebildete RVO-Modell fällt etwas länger aus als ein gewöhnlicher Pullover in Größe M/L. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei der Länge gegebenenfalls von dieser Anleitung abzuweichen und weniger Runden nach unten zu stricken, als angegeben. Den Pullover zwischendurch immer wieder anprobieren.

 

Die Raglan-Technik im Überblick
Beim Stricken eines „Raglan von oben“ beginnt die Strickarbeit am Halsausschnitt des Pullovers. Von hier aus wird der Raglan in Runden von oben nach unten gefertigt.

Das Prinzip ist immer dasselbe: Es werden regelmäßig Maschen zugenommen und in diesem Zuge bilden sich an den vier Zunahmestellen die Raglanlinien aus. Für gewöhnlich verlaufen diese schräg, wie etwa beim Einsteigermodell EASY Raglan.

Für ARROW wurde die Grundanleitung weiterentwickelt: Anstelle der klassischen Raglanlinien zeigen sich hübsche Musterdetails in Form von Pfeilspitzen.

Ist bei einem Raglan von oben das Strickstück auf die richtige Größe angewachsen, werden die Ärmelmaschen stillgelegt und das Vorder- und Rückenteil in Runden „runtergestrickt“. Anschließend werden die beiden Ärmel nacheinander von oben nach unten gearbeitet und gegebenenfalls mit Ärmelbündchen abgeschlossen. Diese Vorgehensweise nennt sich „Raglan von oben“ (RVO).

Der Vorteil an einem von oben gestrickten Raglan ist, dass der Pullover noch während des Strickens immer wieder anprobiert werden kann. Auf diese Weise entsteht ein passgenau angefertigtes Kleidungsstück. Darüber hinaus entfällt das Zusammennähen einzelner Strickteile – es gibt keine Nähte. Nach der Fertigstellung des Pullovers müssen nur noch die Enden der Arbeitsfäden vernäht werden.

 

DIE STRICKANLEITUNG für ARROW in der Größe M/L
1. Der Kragen
Für den Kragen 104 Maschen mit dem Nadelspiel (Ns. 3,5) aufnehmen und zur Runde schließen. 24 Runden Bündchenmuster (* zwei Maschen rechts, zwei Maschen links * zwei Maschen rechts) stricken. Ist der Kragen fertig, den Reihenzähler auf null stellen.

Mit der 40-cm-Rundstricknadel der Nadelstärke 4,5 eine Reihe glatt rechts stricken und dabei gleichmäßig verteilt zwei Maschen zunehmen. Die Zunahmen aus dem Querfaden rechts verschränkt herausstricken. 106 Maschen liegen nun auf der Nadel.

 

2. Die Raglan-Einteilung
Jetzt werden vier Raglanmaschen markiert. Und zwar die 39., 45., 90. und die 96. Masche. Dazwischen liegen 48 Maschen für das Rückenteil, fünf Ärmelmaschen, 44 Maschen für das Vorderteil und noch einmal fünf Ärmelmaschen.

 

3. Die Raglanpasse: Schulterpartie des Pullovers ARROW
In der ersten Runde der Schulterpartie wird nun vor und nach den vier Raglanmaschen je eine Masche durch Umschlag zugenommen. Diese Umschläge werden in der zweiten Runde rechts verschränkt abgestrickt, damit ein Zierloch entsteht. Dies wird fortlaufend wiederholt – mit einem Unterschied: Wie das Beitragsbild zeigt, verlaufen die Zierlöcher nicht entlang der Raglanlinie, sondern laufen spitz zu und bilden ein Pfeilmuster.

Für das Stricken bedeutet das, dass die Umschläge in jeder Zunahmerunde jeweils um eine Masche versetzt werden. Also vor der Raglanmasche um eine Masche nach vorn, nach der Raglanmasche um eine Masche nach hinten.




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Eine Pfeilspitze wird über zehn Runden gestrickt. Für das zweite und die weiteren Musterelement mit dem Umschlägen wieder direkt vor und nach der Raglanmasche beginnen und in den folgenden Runden stets um eine Masche versetzen.

Mit den versetzten Zunahmen vergrößert sich die Maschenzahl in jeder zweiten Runde um acht Maschen. Nach zehn beziehungsweise elf Runden liegen insgesamt 146 Maschen auf der Nadel. Die Raglanzunahmen über 70 Runden stricken. Auf der Nadel liegen nun 386 Maschen.

Eine Übergangsrunde wie folgt stricken: 72 Maschen stricken, die nächste Masche auf die linke Nadel heben. 77 Ärmelmaschen stilllegen. Die folgende Masche mit der abgehobenen Masche rechts zusammenstricken. (Diese Masche markieren.) 113 Maschen stricken, eine Masche abheben und 77 Ärmelmaschen stilllegen. Die nächste Masche mit der abgehobenen Masche rechts zusammenstricken. Diese Masche markieren und 45 Maschen stricken. Den Reihenzähler auf null stellen.

Ab jetzt werden Vorder- und Rückenteil (230 M.) in Runden weitergestrickt und zu beiden Seiten Abnahmen gemacht.

 

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Die markierte Masche unter dem Arm ist die Mittelmasche eines Maschenblocks aus insgesamt drei Maschen. Vor und nach diesem Block wird abgenommen und zwar ab der zweiten Runde elf Mal in jeder siebten Runde. Also in der 2./9./16./23./30./37./44./51./58./65./72. Runde.

Vor dem Maschenblock wird durch Überzug abgenommen: Die vorletzte Masche vor dem Block rechts abheben, die letzte Masche vor dem Block rechts stricken und die abgehobene über die gestrickte Masche ziehen. Nach dem Maschenblock durch Zusammenstricken abnehmen: Die erste und die zweite Masche nach dem Maschentrio rechts zusammenstricken.

Die Maschenzahl verringert sich in den Abnahmerunden um vier Maschen. Ist die 72. Runde gestrickt, liegen 186 Maschen auf der Nadel. Insgesamt sind 74 Runden zu stricken; dann beginnt das Taillenbündchen. Dafür die 186 Maschen mit der 3,5-er Rundstricknadel im Bündchenmuster (* zwei rechts, eins links *) abstricken und das Bündchen über 13 Runden stricken. Anschließend alle Maschen abketten wie sie erscheinen und dabei sehr locker arbeiten.

 

4. Die Ärmel
Für den ersten Ärmel 77 stillgelegte Ärmelmaschen auf die 40-cm-Rundstricknadel der Stärke 4,5 heben. Die Runde beginnt unter dem Arm. An dieser Stelle in der ersten Runde die erste und die letzte Maschen rechts zusammenstricken (76 M.) und diese Maschen markieren. Sie ist die Mittelmasche eines Dreierblocks, vor und nach dem ab der dritten Runde in jeder siebten Runde Abnahmen gemacht werden. Und zwar sieben Mal; also in der 3./10./17./24./31./38./45. Runde. Danach liegen 62 Maschen auf der Nadel.

Nun wird noch drei Mal in jeder fünften Runde abgenommen: In der 50./55./60. Runde (56 M.). Anschließend ohne Abnahmen weiterstricken. Nach 96 Runden beginnt das Ärmelbündchen. Dafür alle Maschen mit einem Nadelspiel der Stärke 3,5 abstricken und dabei gleichmäßig verteilt acht Maschen abnehmen (48 M.). Insgesamt sind 29 Runden Bündchenmuster (* zwei rechts, eins links *) zu stricken.

Anschließend alle Maschen abketten wie sie erscheinen und den zweiten Ärmel genauso stricken.

Fotos und Text: Christiane Mester

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