Biesenmuster

Ein Strickstück mit schnurgeraden Linien versehen oder versetzte Musterelemente einfügen – das Biesenmuster bietet zahlreiche Möglichkeiten beim Stricken zu variieren. Das Prinzip ist einfach: Das Muster wird durchgängig glatt rechts gestrickt und in bestimmten Abständen entstehen dreidimensionale Wölbungen, die sogenannten Biesen. Doch das Strickmuster hat auch seine Tücken.


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Musterrapport
Das Biesenmuster hat keinen festgelegten Mustersatz. Es kann in der Breite mit beliebig vielen Maschen gestrickt werden. Dasselbe gilt für die Höhe: In welchen Abständen eine Biesenwölbung erscheint, kann frei entschieden werden.

 

Benötigte Maschenzahl
Es muss keine bestimmte Maschenanzahl aufgenommen werden. Das Biesenmuster kann mit beliebig vielen Maschen gestrickt werden.

 

Die Strickanleitung für das Biesenmuster im Überblick
Für das Biesenmuster werden alle Maschen glatt rechts gestrickt. In beliebigen Abständen werden dann die Biesen hergestellt. Dafür werden auf der linken Seite des Strickstücks Maschen aus einer der vorherigen Reihen auf eine zusätzliche Stricknadel gehoben und jeweils mit den vorhandenen „normalen“ Maschen zusammen abgestrickt. Das geschieht mit der Dreinadel-Technik.


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Dabei kommt eine zusätzliche Stricknadel zum Einsatz, mit der die Vorreihen-Maschen aufgenommen werden. Liegt die gleiche Maschenanzahl auf der zusätzlichen Nadel wie auf der eigentlichen Stricknadel, werden beide Nadeln in die linke Hand genommen. Die eigentliche Stricknadel (Nadel 1) liegt vorn, die zusätzliche Nadel mit den aufgefassten Maschen (Nadel 2) liegt dahinter. Nun wird je ein Maschenpaar – also eine Masche von Nadel 1 und eine Masche von Nadel 2 – zusammen abgestrickt. Auf diese Weise bildet sich auf der rechten Seite des Strickstücks eine Wölbung, die sogenannte Biese.

 

Die Strickanleitung für das Biesenmuster in Hin- und Rückreihen
Die folgende Strickanleitung beschreibt das Biesenmuster für das im Bild gezeigte Beispiel. Die Angaben zu den Abständen können beim Nachstricken nach Belieben variiert werden.
1. bis 15. Reihe: Alle Maschen rechts stricken.
16. Reihe: Jede Masche der drittletzten Reihe zusätzlich auf die Nadel hängen und zusammen abstricken.
17. Reihe und alle folgenden Reihen: Die Angaben der ersten bis 16. Reihe stetig wiederholen.

 




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Die Strickanleitung für das Biesenmuster in Runden
Das Biesenmuster wird in Runden genauso gestrickt, wie in Hin- und Rückreihen.

 

Wichtig zu wissen
Das Biesenmuster mit den durchgezogenen Linien (wie abgebildet) eignet sich am besten für Rundstrickarbeiten. Der Grund dafür ist, dass das Zusammennähen des Musters schwierig ist. Wie das Beitragsbild zeigt, heben sich die Biesen dreidimensional vom glatt rechts Gestrickten ab. Diese Stellen sind kritisch beim Vernähen. Denn die Biesen von Vorder- und Rückenteil müssen an der Naht exakt aufeinandertreffen. Beim Stricken in Runden wird nichts zusammengenäht, also existiert das Problem gar nicht erst.
Soll dennoch ein Pullover mit Vorder- und Rückenteil entstehen, bietet es sich an, das Biesenmuster abzuwandeln. Denn ebenso schön wirkt das Muster, wenn die Linien nicht über die gesamte Breite des Strickstücks verlaufen, sondern sich in regelmäßigen Abständen einzelne kurze Linien zeigen, die zum Beispiel in der Höhe versetzt angeordnet werden.
Ein Beispielreihe für das unterbrochene Biesenmuster sähe dann so aus: Eine Randmasche * fünf Maschen rechts, drei Biesenmaschen, fünf Maschen rechts, drei Biesenmaschen, fünf Maschen rechts * eine Randmasche. Damit liegen die Wölbungen nicht an den Seiten des Strickstücks, zusammengenäht werden nur glatt rechts gestrickte Maschen von Vorder- und Rückenteil.
Anschließend wird – wie beim durchgezogenen Biesenmuster auch – über einige Reihen hinweg glatt rechts in die Höhe gearbeitet. Die nächste Biesenreihe könnte dann zum Beispiel nach acht Reihen gestrickt werden. Um den Versatz herzustellen, würde dann wie folgt gestrickt: Eine Randmasche, eine Masche rechts * drei Biesenmaschen, fünf Maschen rechts, drei Biesenmaschen, fünf Maschen rechts, drei Biesenmaschen * eine Masche rechts * eine Randmasche.

Foto und Text: Christiane Mester

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