High five!

Das Handschuhstricken habe ich immer für eines der schwierigsten Projekte gehalten. Jetzt habe ich mich schlau gemacht, herumprobiert und herausgekommen ist eine Variante, die gleich beim ersten Mal super geklappt hat. Ich bin begeistert!


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Bei meinem ersten Versuch war ich vorsichtig und habe ein Garn genommen, das von einem aufgeribbelten Schal übrig war. Im Wollkorb fand sich davon noch ein Wollrest Merino (170 m Lauflänge) in Anthrazit. Etwa 65 g haben für ein Paar ausgereicht. Gestrickt habe ich die Fingerhandschuhe mit einem Nadelspiel der Stärke 2,5 und für das Bündchen habe ich die Nadeln eine Nummer kleiner gewählt.

 




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Die Handschuhe werden von oben nach unten gestrickt
Angefangen habe ich die Handschuhe nicht am Bündchen, sondern an der Spitze. Top-down habe ich nacheinander die einzelnen Finger und den Daumen gearbeitet und die Maschen der kleinen Werke dann jeweils auf kurzen Wollfäden stillgelegt, bis alle Finger fertig waren. Im zweiten Schritt habe ich die vier Finger der Reihe nach auf zwei Nadeln genommen, und die Maschen dann beim Stricken der ersten Runde auf vier Nadeln verteilt. Die erste und die zweite Nadel bilden dabei die Handinnenfläche und die dritte und die vierte den Handrücken.

 

Die Arbeitsfäden werden einfach zwischendurch vernäht
Glatt rechts in Runden gestrickt, entstand so die Hand und nach einigen Zentimetern habe ich den vorgefertigten Daumen einfach eingereiht. Als nach einigen Abnahmen die benötigte Handlänge erreicht war, habe ich alle Maschen mit der 2,0 Nadel abgestrickt und das Bündchen gearbeitet. Was mir an dieser von oben gestrickten Variante so gut gefällt, ist, dass die Anfangsfäden noch während des Strickens vernäht werden können. An den Fingern habe ich die Fäden bereits nach der sechsten Runde eliminiert. So gab es kein Gewusel und am Ende musste auch nichts mehr umständlich auf links gekehrt werden. Ändern werde ich an meiner Ausführung noch die Daumenabnahmen, denn ich hätte sie gerne etwas unauffälliger. Und was das verwendete Material betrifft, werde ich beim nächsten Mal nicht nur neue Wolle nehmen – mein Probiergarn sieht doch schon etwas lädiert aus – sondern mich vielleicht auch für ein Gemisch mit einem Seiden- oder Baumwollanteil entscheiden.
Die Gratisanleitung für die Fingerhandschuhe gibt es hier.

Fotos und Text: Christiane Mester

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